Aktuelle Hinweise zur Geflügelpest - Aktualisierung 17.01.2021

Sehr geehrte Mitglieder,

 

am 30. Dezember bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut in einer privaten Hühnerhaltung im Landkreis Leipzig einen weiteren positiven Nachweis der Geflügelpest. Der Betrieb befndet sich am Rande des aufgrund des Ausbruchs vom 25.12.2020 eingerichteten Sperrbezirks. Betroffen sind 79 Hühner, deren Tötung angeordnet wurde, um eine weitere Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern.

Der zweite Ausbruchsfall im Landkreis Leipzig erfordert eine räumliche Erweiterung der eingerichteten Restriktionszonen (Sperrgebiet und Beobachtungsgebiet). Auch hier wird der Sperrbezirk einem Radius von ca. 3 Kilometer und das Beobachtungsgebiet einen Radius von ca. 10 Kilometern umfassen. Die Restriktionszonen in ihrem konkreten Verlauf werden von den betroffenen Landkreisen mithilfe von Allgemeinverfügungen veröffentlicht. Innerhalb der Restriktionszonen gilt strikte Stallpflicht für Geflügel. Geflügelhalter müssen ihre Bestände beim Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt anzeigen und untersuchen lassen. Der Transport von Geflügel und Geflügelprodukten ist untersagt. Alle Betriebe haben strenge Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten, durch die ein Eintrag des Erregers in die Geflügelbestände verhindert werden soll.

Das Landestierseuchenbekämpfungszentrum hat aufgrund des aktuellen Tierseuchengeschehens entschieden, dass eine risikoorientierte Stallplicht für Geflügel im gesamten Freistaat durch die Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter (LÜVÄ) anzuordnen ist.

In Sachsen wurden im Nachgang zum Geflügelpestgeschehen 2016/2017 die Gebiete ermittelt, in denen aufgrund der Wildvogelpopulation ein erhöhtes Eintragsrisiko besteht. Bei der Risikobeurteilung werden neben den konkreten HPAI-Fälle der vergangenen und aktuellen Seuchengeschehen insbesondere folgende Faktoren berücksichtigt:

  • Die Geflügeldichte je km2
  • Bekannte Gebiete mit hoher Wildvogeldichte/Wildvogelrast-, Wildvogelschlaf- und Wildvogelsammelplätze auf Basis der Ergebnisse der Wasservogelzählungen
  • die Gewässerstrukturen

Die Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter der Landkreise werden nun entsprechend der regionalen Bedrohungslage im Rahmen von Allgemeinverfügungen die Gebiete festlegen, in denen die Stallpflicht gilt.

Beigefügt finden Sie die diesbezügliche Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

 

Wir rufen alle Geflügelhalter nochmals eindrücklich auf, die Biosicherheit zu überprüfen und ggf. zu optimieren. Kontaktvermeidung zwischen Wildvögeln und Geflügel stellt dabei eine wichtige Schutzmaßnahme dar. Es muss Wildvögeln der Zugang zu Futter, Einstreu und Gegenständen versperrt werden und Tiere dürfen nicht mit Oberflächenwässer getränkt werden, zudem Wildvögel Zugang haben.

 

06.02.2021

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